ELEKTROTECHNISCHE INDUSTRIE

Elektronische Produkte und Haushaltsgeräte bedürfen der Kennzeichnung mit speziellen Etiketten. Die Kennzeichnung ist zur Identifikation nachfolgender Produktionsabschnitte sowie zwecks Bezeichnung des fertigen Produkts erforderlich – häufig geht es dabei um dessen Schutz vor Fälschungen. Technische Geräte weisen viele verschiedene Oberflächen auf, die nicht alle einen optimalen Halt für Etiketten bieten. Abhängig vom Bedarf wird die entsprechende Art des Materials gewählt.

ETIKETTENSORTEN

  • Hochtemperatur-Etiketten:
    werden aus speziellen veredelten Folien hergestellt, die deren Anwendung im Temperaturbereich von bis zu 800 Grad C ermöglichen. Die Etiketten können flexographisch bedruckt oder mittels TTR-Technologie personalisiert werden. Sie können in selbstklebender Form oder ohne Klebstoff ausgeführt sein. Diese Etiketten finden während des Herstellungsverfahrens von PCB-Platten Anwendung.
  • Typenschilder zur dauerhaften Kennzeichnung:
    werden überall dort eingesetzt, wo Maschinen oder Geräte eindeutig und dauerhaft identifiziert werden müssen. Diese Etiketten sind mit einem ultra-starkem Klebstoff angefertigt, der deren Herunterreißen unmöglich macht. Sie werden auf spezieller silberner oder transparenter Folie hergestellt und meistens in einer Farbe gedruckt. Sie bewähren sich als dauerhafte Informationsträger solcher Angaben wie Hersteller, Seriennummer, Betriebsbedingungen, Stromversorgung, Zertifikate etc. Häufig enthalten Kennetiketten ein zusätzliches Element in Form einer veränderlichen Nummerierung, die der jeweiligen Produktserie zugeordnet ist.  Zur Kennzeichnung von elektronischen Baugruppen werden vor allem Folien- Etiketten empfohlen weil sie keinen Strom leiten, keine elektrostatischen Ladungen sammeln und gegen sehr hohe Temperaturen beständig sind.
  • Sicherheitsetiketten (Garantie-Plomben):
    werden überall dort eingesetzt, wo andere Sicherheitsvorkehrungen nicht möglich sind oder auch für die Kennzeichnung von Verpackungen einiger Produkte. Sie werden aus speziellen Folien hergestellt, die sich schichtweise auflösen oder komplett zerfallen, beim Versuch ihrer Entfernung. Nach der versuchten Entfernung ist ein erneutes Aufkleben des Etiketts unmöglich. Etiketten dieser Art können mit speziellen, bei UV-Licht sichtbaren Farben veredelt oder mit einem Firmenhologramm versehen werden.
  • Dekorative Etiketten:
    dabei handelt es sich um selbstklebende Etiketten, die aus Papier oder Folie hergestellt werden – diese Etiketten werden für gewöhnlich zu Marketingzwecken verwendet, also sind Farben, Verzierungen, Prägungen etc. wichtig, die die Blicke der Kunden auf sich ziehen sollen. Etiketten dieser Art können mithilfe eines schwächeren Klebstoffes ausgeführt werden, der keine Spuren auf dem vom Kunden gekauften Produkt hinterlässt.

MATERIALARTEN

PP- und PE-Folien: Folien, die die Etikettierung ermöglichen und gegen die Einwirkung von äußeren Faktoren wie Wasser oder UV-Strahlen beständig sind.

Polyester-Folien: spezielle Art von Folien, die die Herstellung von Etiketten für den Hochtemperaturbereich ermöglichen. Diese Art von Material wird insbesondere zur Kennzeichnung von PCB-Platten verwendet.

Destruktive bzw. VOID-Folien: spezielle Folien zur Produktsicherung.